Musical Night meets Dinner

Musicalsongs live und dazu ein mehrgängiges Menü, das ist das Konzept von Musical Night meets Dinner. Die Show gastiert ein paar Mal im Jahr an verschiedenen Orten in Deutschland und präsentiert im kleinen Rahmen (als Location dienen Hotels und Restaurants) einen bunten Querschnitt durch die Welt der Musicals.

Sonst bin ich ja nicht so scharf auf solche Dinnershows. Die Karten sind mir meistens zu teuer, ich brauche auch kein vorgefertigtes 4-Gänge-Menü und bei aller Liebe zu Musicals will ich nicht immer die üblichen PhantomderOper-Elisabeth-Cats-Evita-Standardsongs vorgesetzt bekommen. (Wobei ich beim letzten Punkt kompromissbereit bin – je nachdem, wer sie mir vorsetzt 😉 )
Man ahnt es vielleicht schon: Es ist mal wieder meinem Lieblingssänger zu verdanken, dass ich meine Vorurteile über den Tellerrand geworfen habe – oder so ähnlich.

Der Kartenkauf war allerdings ein etwas langwieriges Unterfangen. Erstmal musste die Besetzung stimmen und die Location einigermaßen in Reichweite liegen. Wenn das alles passte, war dann entweder die Vorstelllung schon ausverkauft oder sie wurde wegen zu geringer Nachfrage abgesagt. Umso glücklicher war ich, als ich für vergangenen Freitag in Großenhain die letzten beiden Tickets ergattern konnte und noch glücklicher, als eine sehr gute, langjährige Freundin ziemlich spontan zusagte, mich zu begleiten.

dav

Die Show fand im Saal eines Restaurants statt, der insgesamt so um die hundert Gästen Platz bot. Als Dinner gab es ein 4-Gänge-Menü, serviert im Wechsel mit den Musical-Showblöcken. Vom Hocker gehauen hat das Essen mich nicht. Man muss aber fairerweise dazusagen, dass für das Menü die jeweilige Location verantwortlich ist und nicht das Team von Musical Night meets Dinner.

Während also der kulinarische Teil des Abends für mich nicht allzu viel mit Genuss zu tun hatte, sah das beim musikalischen Teil schon anders aus. Es waren natürlich viele obligatorische Klassiker dabei. Einige davon kann ich echt nicht mehr hören, von anderen kriege ich nie genug und bei manchen kommt es wie gesagt darauf an, wer sie singt 😉 Es gab aber durchaus auch eine gute Auswahl weniger abgenutzter Titel, etwa aus Sister Act, der Buddy Holly Story und Hairspray.
Das ganze Programm wird von drei Darstellern geschultert: Katja Wiesigkstrauch, die die Schow ins Leben gerufen hat, und zwei Sängern in wechselnder Besetzung. Alle drei hatten ganz schön zu tun, mussten sie sich doch zwischen den Songs immer wieder in rasantem Tempo umziehen und in die nächste Rolle schlüpfen. Noch dazu wechselte der Musikstil von rockig zu klassisch, von Klamauk zu Ernst, von ganz ruhigen Titeln zu den Partykrachern der Musicalwelt. Aber auch die Zuschauer mussten ab und zu ran, etwa wenn zur Überbrückung eines Kostümwechsels eine Runde Gesangsunterricht erteilt wurde.
Als Abschluss jedes Musikblocks war strategisch günstig ein Mitklatsch-Mitsing-Stimmungsmacher platziert, der das Publikum schwungvoll in die Pausen und den Schlussapplaus schickte.

Insgesamt war es ein schöner, lustiger Abend, vollgepackt bis obenhin mit Musical-… äh…. Musical- …. Irgendwie habe ich was gegen „Musicalhits“ und „Musicalmelodien“, das klingt so nach 5€-Best-of-CD …

Also vollgepackt bis obenhin mit Musical 😉

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Musik.

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