Jazzdance

Seit ich in meiner Studienzeit mehrere Jahre lang Kurse in Musical- und Gesellschaftstanz belegt habe, gehört das Tanzen zu meinen Hobbys. So richtig auf hohem Niveau habe ich nie trainiert. Trotzdem konnte ich aus dem Musicalkurs einige technische Grundlagen des Jazz- und Modern Dance mitnehmen und wir hatten in jedem Semester mindestens einen Auftritt vor viel Uni-Publikum.

Nach meinem Umzug nach Dresden lag das Tanzen eine Weile auf Eis, aber nach der Schwangerschaft bekam ich wieder Lust drauf. Ich nahm also an Schnupperstunden in einem Sportverein und in einem Musicalstudio teil. Die Showtanzgruppe des Vereins befand sich gerade im Aufbau und machte einen sehr lockeren, bunten Eindruck, legte aber wenig Wert auf Techniktraining. Im Musicalstudio dagegen unterrichtete eine ausgebildete Jazztänzerin mit Fokus auf  Jazz- und Modern-Stil. Das Training war gut strukturiert und technikbetont. Die anderen Kursteilnehmerinnen wollten mich gern zum Bleiben bewegen, wo ich doch so gute Grundlagen mitbrachte, aber am Ende fiel meine Wahl auf die Showtanzgruppe. Vielleicht hatte ich einfach Angst, es nie auf das Niveau der Frauen im Musicalstudio zu schaffen. Bei aller Theorie, die ich mitbrachte, fehlten mir leider eine Menge Koordination, Körperspannung, Ausdauer und Beweglichkeit.

dav

Jazztanzschuhe

Nun bin ich schon ein halbes Jahr in der Showtanzgruppe und leider nur mittelmäßig zufrieden. Klar, die Leute sind gut drauf und meine ganzen krankheitsbedingten Ausfälle in letzter Zeit (Kita-Keime…) waren absolut kein Problem; die Choreografie habe ich schnell nachgeholt. Aber Technik lerne ich dort kaum. Deswegen spiele ich immer wieder mit dem Gedanken, es doch mal ernsthaft mit Jazz- und Modern Dance zu probieren. Es zieht mich einfach hin zu diesem Tanzstil, nicht nur (aber auch) weil ich so gern Musicals besuche.

Da nun gerade Sommerpause ist und wir uns frei auf die angebotenen Ersatzkurse verteilen dürfen, habe ich gestern bei der Jazztanzgruppe des Vereins reingeschnuppert. Dabei habe ich wieder gemerkt, was mir in der Showtanzgruppe zur Zeit fehlt: Erwärmung in Form einer Choreografie, durchdachtes Technik- und Krafttraining, gute Dehnung, konsequente Arbeit an einer Choreografie für Auftritte und am Ende ein vernünftiges Cool Down. Außerdem Bewegungen, die perfekt zur Musik passen, die einen den Rhthmus und den eigenen Körper spüren lassen, den Wechsel von Anspannung und Entspannung, den immer wieder bewusst gesuchten Kontakt zum Boden,… Nach den zwei Stunden Training war ich angenehm erschöpft und am nächsten Tag hatte ich Muskelkater im Rücken und der seitlichen Bauchmuskulatur. – Ich bin echt nichts mehr gewöhnt…! 😉

Und nun? Naja ich schätze, ich werde meinem Showteam noch ein halbes Jahr eine Chance geben. Unsere Kursleiterin ist außerdem noch nicht allzu lange in ihrer Position und vielleicht stellen wir doch noch was richtig Gutes auf die Beine.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Tanzen.

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