Ein Jahr Mama und Besuch in Jena

Unser Baby ist kein Baby mehr. Er feiert heute seinen ersten Geburtstag.

Erster GeburtstagWie schnell dieses Jahr doch vorbeigeflogen ist!
Der große Kleine läuft inzwischen schon sehr zielstrebig – wenn auch wackelig – an der Hand, isst mit etwas Unterstützung selbst mit dem Löffel, erzählt mir beim Wickeln ganze Romane und zeigt fast ununterbrochen auf alles Mögliche: „Sag mir was darüber!“ Sein Lieblingswort ist „alle“ (im Zusammenhang mit Essen). Es bedeutet: Ich bin satt. Oder: Mein Mund ist leer und ich will Nachschub. Oder: Ich habe Hunger und sehe genau, dass da drüben was zu Essen steht. Und natürlich: Das Essen/ Trinken ist alle.
Er versucht jetzt auch viel nachzuplappern, wobei er manchmal schon gut die Laute trifft, manchmal aber auch nur die Melodie des Wortes nachahmt.
Ab 1. Dezember beginnt für ihn die Kita-Eingewöhnung. Mein Mann wird das übernehmen, während ich ab Ende November wieder arbeiten gehe. Auf diese Zeit freue ich mich sehr, denn ich sehe endlich meine Kollegen wieder und kann nach einem 6-Stunden-Arbeitstag noch entspannt ein paar Dinge erledigen – zum Beispiel mich um Weihnachtsgeschenke kümmern. So lange mein Mann Elternzeit hat (bis in den Januar hinein) ist das Kind ja versorgt. Danach muss ich dann fast jeden Nachmittag pünktlich an der Kita sein.

Entspannt war auch mein letztes Wochenende. Ich habe meinen besten Freund in Jena besucht und habe es sehr genossen, dass wir uns mal wieder für uns alleine hatten – ohne Anhang. Einfach auf dem Sofa rumlungern, Fotos anschauen, was unternehmen, durch die Stadt schlendern, für ein Pärchen gehalten werden, stundenlang über alles Mögliche quatschen,… Ich war froh, dass das immernoch klappt. In den letzten Monaten haben wir selten telefoniert, die Gesprächsthemen waren rar und ich habe ein bisschen Angst bekommen, dass wir uns auf lange Sicht aus den Augen verlieren, uns regelrecht auseinanderleben. Ich verheiratet, mit Baby und spießigem 30-Stunden-Job, er Doktorand, mit seiner Freundin oft in der Welt unterwegs, bloß keine langweilige Routine entwickeln.
Zum Glück hat mir dieses schöne Wochenende gezeigt: Wir verlieren uns nicht. Nicht so leicht.

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