Auf der Suche nach sportlicher Betätigung

Derzeit habe ich Reitverbot von der Hautärztin. Das fand ich am Anfang gar nicht so schlimm, denn seit Beginn des Winters hatte ich sowieso selten Lust, das (Pflege-)Pferd von der schlammigen Koppel zu holen und in der Halle meine Runden zu drehen. Aber jetzt, wo ich mit dem Reiten aussetzen MUSS, fehlt mir die Bewegung an der frischen Luft doch sehr.

Deswegen war ich dieser Tage auf der Suche nach Alternativen. Zuerst habe ich mich daran erinnert, wie viel Spaß mir während des Studiums mein Semester orientalischer Tanz gemacht hat. Also habe ich mich zur Probestunde in einem kleinen Studio angemeldet – ganz bescheiden bei den Anfängern – und fand das Körpergefühl bei dieser Art der Bewegung wieder sehr schön. Von der Lehrerin gab’s im Anschluss das Angebot einer weiteren Probestunde in der Mittelstufe. Mal sehen, ob ich da schon mithalten kann. Zum Glück ist die Atmosphäre sehr entspannt, mit Betonung auf individuellem Ausdruck statt strikter Anleitung.

Nun würde ich mich aber gern mehrmals pro Woche bewegen. Im Frühling will ich mich öfter aufs Fahrrad schwingen und darf hoffentlich auch wieder Reiten, aber bis dahin brauche ich was zur Überbrückung. Also habe ich mir zwei Fitnessstudios angeschaut…
Von dem Gedanken, das Laufband und ähnliche Geräte zu nutzen, bin ich schnell wieder abgekommen. Die stehen meistens in Sichtweite des Eingangs, am Fenster zur Straße, am besten noch neben irgendwelchen verschwitzten, durchtrainierten Typen – nein danke. Aber es gibt ja noch Kurse, zum Beispiel das total trendige Zumba mit heißen lateinamerikanischen Rhythmen.
Letzte Woche war ich bei einem Zumba-Kurs und musste leider feststellen, dass die Trainerin mir ziemlich auf den Keks geht. Es handelte sich um eine Kolumbianerin, die mich schon beim Reinkommen mit ihrem gebrüllten „WAS IST DENN HIER LOOOOOS?! WO SIND DENN DIE GANZEN LEUTEEEE?!?“ nah an den Tinitus brachte. Dann ließ sie uns eine Stunde lang mit dem Po wackeln und side-steps mit verschiedenen Armbewegungen machen, wobei sie immer wieder „LOOOOS!!!“ rief (auch während sie an der schweigenden Musikanlage hockte und die CD wechselte), um den Kurs dann ohne jegliche Dehnung pünktlich 18 Uhr zu beenden. Naja… es war eine Erfahrung. Muskelkater hatte ich übrigens nur in den Armen – vom vielen Klatschen und Winken während der side-steps.
Als nächstes werde ich es mal mit Pilates oder Yoga probieren. Ich hege die Hoffnung, dass dort nicht so viel „Yeah-wir-sind-so-cool-wir-sind-so-fit-los-schwingt-euren-Hintern“-Drill verbreitet wird.

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