Wurzeln

Der Herbst kommt mit großen Schritten und bringt wieder dieses herrliche, goldene Licht, in dem ich immer am liebsten baden würde.
Wir besuchen an diesem Wochenende meine Familie in Chemnitz, wo die Laubfärbung sogar schon weiter fortgeschritten ist als in Dresden. (Argh… jetzt wird man schon auf einer Bank sitzend und Blogartikel schreibend von Zeugen Jehovas angesprochen….)
Jedenfalls habe ich heute Vormittag einen Spaziergang unternommen und bei der Gelegenheit auch meinen schon  verstorbenen Vorfahren einen Besuch abgestattet. Ich mag die großen Bäume auf dem Friedhof und die alten, von Farn gesäumten Steintreppen, die zu unserem Familiengrab führen.

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Meine Wurzeln, an die mich der Herbst immer besonders erinnert, liegen in einem Dorf am Stadtrand von Chemnitz. Seit dem 17. Jahrhundert gehört meiner Familie dort ein Bauerngut, dessen altersschwache Gebäude wir leider nur noch notdürftig in Schuss halten können. Die letzten Bewohner, meine Tante und mein Onkel, sind vor einigen Jahren ausgezogen und wohnen jetzt, genau wie meine Eltern, in einem Einfamilienhaus unterhalb des Gutes.
Wenn ich durch das Dorf laufe, stelle ich mir gerne vor, wie schon meine Urururur…großeltern die selben Wege gegangen sind, die ich heute gehe. Dann denke ich daran, dass sie alle ihr Leben gelebt haben und irgendwann in die Erde zurückgekehrt sind, die sie viele Jahre hindurch ernährt hat, und angesichts dieser Vergänglichkeit werde ich immer ein bisschen melancholisch…
Merkt man mir gar nicht an, oder? 😉

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