Hochzeitsplanung – Phase I

Zu Weihnachten hat mein Süßer mir einen Heiratsantrag gemacht. Jetzt geht es zielstrebig an die Planung der Feierlichkeiten, denn wir wollen gern noch dieses Jahr heiraten. Eigentlich hatten wir ja auf August oder September gehofft, aber da stehen in der Familie schon so viele Geburtstagsfeiern, Urlaube und andere Ereignisse an, dass für uns wahrscheinlich kein Termin mehr bleibt. Also wird es vielleicht doch Anfang Oktober – mit der Hoffnung auf schönes Herbstlicht.

Aber wovon ich eigentlich erzählen wollte, ist meine Verwunderung angesichts der hochfliegenden Erwartungen, die mit so einem Tag verbunden sind. Es soll der schönste des Lebens werden, ein Traum soll den anderen jagen, die Braut soll schön sein wie nie zuvor, der Bräutigam nobel und elegant, die Location am besten ein Schloss mit weitläufigem Park, nicht zu vergessen die Kutsche, die Blumen, das 4-Gänge-Menü, die 100 Gäste, die Goldringe, der Fotograf, die Band, das Feuerwerk,… Ich weiß, ich weiß: Nicht alle wollen so eine pompöse Feier. Aber gestern auf der Hochzeitsmesse in Dresden hatte ich eben den Eindruck, dass die Erwartungen in diese Richtung doch sehr geschürt werden. Mein Freund – äh, Verlobter – und ich, wir sind uns eigentlich einig, dass es eine kleinere Feier werden soll – gemütlich und spaßig, im engerem Familienkreis und mit ein paar guten Freunden. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass ich kein „Sahnetörtchen-Kleid“ möchte, sondern lieber etwas figurbetontes, aber fließendes. Etwa so: http://www.tagtraumkleider.de/Thumbnailgalerie_News_Eowynkleid_creme_silbern-lindgruen.html Aber sowas werde ich mir wohl schneidern lassen müssen – das verkauft kein Brautmodeladen. Wenn man über die Hochzeitsmesse läuft, werden einem von allen Seiten sauteure Ringe, edle Locations, erlesene Dekorationen und kosmetische Behandlungen anempfohlen.  Eine Fotografin war der Meinung, dass man keinesfalls auf ein Hochzeitsvideo verzichten sollte („Ihr wollt kein Video? Hinterher ärgert ihr euch drüber!“) Aber was, wenn filmende Kameras mich nervös machen und nicht gerade zu natürlichem Verhalten beitragen??  In Ratgebern lese ich außerdem Sätze wie: „Lassen Sie sich 1 Woche vor dem Termin die Finger maniküren.“ Mh, also ich gehe reiten und kaue auch mal an den Nägeln wenn ich auferegt bin (also vor der Hochzeit *g*) – Maniküre lohnt sich bei mir nicht!
Also wie ihr seht, ringe ich derzeit mit gesellschaftlichen Erwartungen und hoffe, dass ich sie erfolgreich abschütteln kann, ohne dabei jemanden zu verletzen. Das Kleid oben zum Beispiel wird bei meinem Freund in die Kategorie „Mittelalter-Kram“ fallen und ihn eventuell ziemlich enttäuschen. Ich werde wohl einen Mittelweg finden müssen.

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