Der letzte Schattenschnitzer (Christian von Aster)

Dieses Buch habe ich von vorablesen.de als Rezensionsexemplar erhalten.

Jonas Mandelbrodt ist kein gewöhnlicher Junge – das spürt auch sein eigener Schatten. Und ebendieser Schatten ist es auch, der beginnt, Jonas die Geheimnisse und die Magie der Schattenwelt zu lehren, die sonst nur Zauberkundigen und großen Gelehrten offenstehen. Zum Beispiel auch das Schattenschnitzen – die Kunst, einen Schatten willentlich zu verändern. Der altehrwürdige Rat der Schatten beobachtet das mit Skepsis. Doch gleichzeitig ereignen sich noch ganz andere seltsame Dinge. Ein Mädchen ohne Schatten wird geboren und das gefährliche Eidolon – vom Rat der Schatten vor langer Zeit verbannt und eingesperrt – wird von einem Unbekannten befreit. Die Welt droht, unter die Herrschaft der Schatten zu geraten. Und Jonas Mandelbrodt scheint dazu auserkoren, sie zu retten. Aber die Grenzen zwischen Freund und Feind verschwimmen…

Was Christian von Aster hier eingefallen ist, hat viel Potenzial. Die Idee ist originell und gut durchdacht – immerhin wird hier eine neue Welt, die Welt der Schatten, mit ihren eigenen Gesetzen und Möglichkeiten geschaffen. Besonders gefreut habe ich mich immer auf die Passagen, in denen Jonas Mandelbrodts Schatten als Erzähler auftritt. Die Sprache ist dort so gewandt, dass einfach jedes Wort Spaß macht. Leider fallen einige Teile des Buches dagegen ab und trüben das Lesevergnügen. Zum Beispiel lässt der Autor den Leser etwas über die Welt der Schatten lernen, indem er Ausschnitte aus einem fiktiven Buch, der „Alchimia Umbrarum“, einbaut. Diese unterbrechen aber meinem Gefühl nach den Fluss der Geschichte. Vielleicht macht es sich Christian von Aster hier ein bisschen zu einfach. Auch stört mich ein wenig der esoterisch-christliche Anklang, der sich durch das gesamte Buch zieht.
Aber letztendlich ist „Der letzte Schattenschnitzer“ eine sehr angenehm zu lesende Geschichte mit originellen Ideen und einigen überraschenden Wendungen. Eben mal was Anderes.

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