Shadowscapes Tarot

Das Shadowscapes Tarot ist ein Deck der US-amerikanischen Künstlerin Stephanie Pui-Mun Law. Erschienen ist es im Mai 2010 bei Llewellyn. Kartenbezeichnungen und Begleitbuch sind in englischer Sprache, aber – das habe ich eben erst gesehen – im März 2011 ist eine deutsche Ausgabe unter dem Titel „Das Seelenzauber-Tarot“ im Arun-Verlag erschienen. Hier gehts zur deutschen Ausgabe (klick) –> Das Seelenzauber-Tarot

Optischer Eindruck

Für mich ist es immer wichtig, dass ein Deck mich optisch anspricht. Die Karten des Shadowscape Tarot sind sehr reich bebildert, im Original mit Wasserfarben gemalt und in pastelligen Tönen gehalten. Der Stil geht sehr in Richtung Fantasy – Tiere, Baumwesen, Drachen und Elfen tummeln sich auf den Karten. Stephanie Pui-Mun Law selbst sagt über die Entstehung ihrer Bilder: „I spent a week thinking about each piece before I ever touched pencil to paper. A lot of the imagery came to me in the moments before falling asleep. The best time for brainstorming!“

Die Karten haben eine Größe von ca. 11,5 x 7cm und sind damit wohl nichts für ausgesprochen kleine Hände. Ich persönlich finde die Größe perfekt, denn auf kleineren Karten kämen die vielen Details nicht mehr zu Geltung. Der silbrige Rand ist dezent und nicht zu breit und harmoniert wunderbar mit den Farben der Bilder, die Beschriftung am unteren Rand ist klein und eher unscheinbar, aber völlig ausreichend.

Struktur und Deutung

Seiner Struktur und den grundlegenden Interpretationen nach ist das Shadowscapes Tarot an das Rider Waite Tarot angelehnt. Die vier Elemente der Kleinen Arkana werden wie üblich repräsentiert durch Schwerter, Pentakel (Münzen), Kelche und Stäbe, wobei auf vielen Karten Tiere als Begleiter der Figuren auftauchen. So finden sich bei den Schwertern Schwäne und Krähen, bei den Münzen Echsen und Drachen, bei den Kelchen Schildkröten und Fische und bei den Stäben Füchse und Katzen.
Ganz besonders schön finde ich immer wieder die Einzigartigkeit und Dynamik jedes einzelnen Bildes und den unglaublichen Detailreichtum. Man kann sich wunderbar in den Malereien verlieren – was allerdings einer rationalen Deutung wenig zugute kommt. Daher ist dieses Deck meiner Meinung nach eher was fürs Auge und die Fantasie. Besonders gern ziehe ich auch eine einzelne Tageskarte daraus, auf die ich mich dann in Ruhe einlasse.

Shadowscapes Companion – Das Begleitbuch

Das Begleitbuch fand ich sehr nützlich. Es gibt neben einer kurzen Einführung ins Tarot wunderbare Inspirationen zur Deutung jeder einzelnen Karte – dabei etwas detaillierter für die Großen Arkana. Außerdem ist jede Karte noch einmal seitenfüllend (wenn auch schwarz-weiß) abgedruckt, so dass man einige Details der Bilder genauer studieren kann.

Fazit

Rein optisch ist dieses Deck eine absolute Augenweide und wahrscheinlich ein Muss für Sammler. Jedes einzelne Bild ist inspirierend und fesselnd, zieht einen förmlich in seinen Bann. Auch qualitativ gibt es für mich nichts zu meckern.
Die Deutung der Karten ist sicher nicht ganz trivial, daher halte ich es auch für kein gutes Anfängerdeck, aber zum Hineinträumen und Nachspüren eignet es sich wunderbar.

HIER gibts die englische Ausgabe (Die mit Karten und Buch. Vorsicht! Es gibt auch eine günstigere cards-only Version.)
und HIER die deutsche Ausgabe.

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